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Kontrast - Bewältigung |
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Das menschliche Auge ist in der Lage, sehr hohe Kontraste zu erfassen. D.h. der Mensch besitzt
die Fähigkeit, gleichzeitig Strukturen in sehr hellen und in sehr dunklen Objekten zu erfassen. Leider
sind weder Dia-Filme noch die Sensoren in digitalen Kameras zu der gleichen Leistung in der Lage.
Hier können maximal 5 bis 6 Blendenstufen unterschieden werden. Sind die hellsten Bereiche in
einem Bild mehr als ca. 50 mal so hell wie die dunkelsten, so muss man sich entscheiden,
ob die hellsten Teile in einem ausgewaschenen Weiß erscheinen sollen, oder ob die dunkelsten
Bereiche in Schwarz versinken sollen. Die Problematik taucht in der Regel bei Motiven auf, die teils in der Sonne und teils im Schatten liegen oder bei Motiven, die eine Lichtquelle (Lampe, Sonne, ...) enthalten. Oftmals erkennt man das Problem während der Aufnahme nicht, da das Auge diese Kontraste ausgleicht und man ist beim Ansehen der fertigen Aufnahme enttäuscht. Hier hilft nur das Wissen um diesen Sachverhalt oder die sofortige Kontrolle durch eine Digitalkamera. In der analogen Fotografie kann man diesem Thema durch sogenannte Verlaufsfilter begegnen. Diese Filter bestehen in der einen Hälfte aus reinem Glas und gehen dann langsam in einen neutralen Filter über, der ausschliesslich die Lichtdurchlässigkeit um den Faktor 4-8 reduziert. Fotografiert man z.B. eine Landschaft mit einem hellen Himmel, so wird der durchlässige Teil auf die Landschaft gedreht, während die teildurchlässige Seite den Himmel abdunkelt. Hierdurch entsteht eine ausgewogene Belichtung. In Zeiten der Digitaltechnik gibt es aber noch eine weitere Möglichkeit. Diese eignet sich allerdings nur für statische Motive und die Verwendung eines Stativs ist hierbei unerlässlich. Dabei wird jeweils eine Aufnahme gemacht, bei der die hellen Bereiche richtig belichtet sind, und eine, bei der die dunklen Bereiche richtig belichtet sind. Die beiden Aufnahmen werden anschliessend in einem Bildbearbeitungsprogramm zusammengefügt. Wie dies funktioniert, soll im Folgenden erklärt werden. Hierbei soll das Programm 'Adobe Photoshop Elements' verwendet werden. Die Praxis |
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Dieses Bild ist relativ ausgewogen belichtet, die helle Lampe enthält allerdings einige Bereiche,
in denen keine Strukturen mehr zu erkennen sind. Dies kann man in dem Histogramm an dem dünnen schwarzen
Strich am rechten Rand erkennen, der bis zum oberen Ende des Graphen geht. Leider muß man sehr genau hinsehen,
um diese Spitze zu erkennen. |
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Dieses Bild ist deutlich unterbelichtet, allerdings ist die Lampe richtig belichtet. Das Histogramm zeigt
eindeutig die Unterbelichtung, da sich fast alle Helligkeitswerte in der linken (der dunklen) Hälfte befinden.
Die folgende Anleitung zeigt nun, wie man aus diesen beiden Aufnahmen das jeweils Beste herausholt. | |
Kombination der beiden Aufnahmen
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Hier sieht man nun das Endergebnis. Sowohl die Lampe als auch der Hintergrund sind ausgewogen belichtet. Anschließend wurde die Aufnahme mit Hilfe der Tonwertkorrektur noch etwas aufgehellt und mittels Filter - Scharfzeichnungsfilter - Unscharf maskieren... nachgeschärft, was für digitale Aufnahmen in der Regel sehr zu empfehlen ist. |
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| Dies ist das Histogramm der kombinierten Aufnahmen. Es zeigt einen ausgewogenen Verlauf mit Schwerpunkt im mittleren Helligkeitsbereich. Am äußersten rechten Rand gibt es noch eine kleine schwarze Spitze, die aber unkritisch ist. Kleine überstrahlte Bereich erhöhen sogar oftmals den Reiz eines Bildes. Verbesserungspotential besteht noch im Bereich der dunklen Tonwerte, was anhand der erhöhten Spitze am äußersten linken Rand ersichtlich ist. Dies könnte man dadurch korrigieren, daß die hellere der beiden Aufnahmen etwas überbelichtet würde. |
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| In anderen Bildbearbeitungsprogrammen dürfte das Vorgehen ähnlich sein. Benutzt man das 'richtige' Photoshop, so kann man sich den Umweg über die Füllebene sparen und die Ebenenmaske direkt dem helleren Bild zuweisen. | |
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